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Hauptversammlung in Hürben

Mit dem neu einstudierten Stück "Bella Ciao!" eröffnete unser Spielmannszug pünktlich um 19:30 Uhr die diesjährige Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Giengen / Brenz in der Hürbetalhalle. Kommandant Jürgen Vogt konnte in seiner anschließenden Begrüßung wieder zahlreiche Gäste der Stadtverwaltung, Gemeinderat, Notfallseelsorge, Polizei, DRK und Feuerwehr begrüßen. Unter Ihnen Oberbürgermeister Dieter Henle samt Ehefrau Simone, Amtsleiter Uwe Wannenwetsch, Kreisbrandmeister Michael Zimmermann und den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Heidenheim e.V. Hans-Frieder Eberhardt, den stv. Kreisjugendfeuerwehrwart Jochen Hammeley, sowie die Kommandanten der Werkfeuerwehren BSH und Steiff, Thomas Joos und Mike Löpenhaus.

 

In seinem anschließenden Bericht blickte Vogt auf ein ereignisreiches Jahr 2023 zurück. Neben einer Rekordzahl von 283 Einsätzen, wurden fast die doppelte Anzahl und Stunden an Übungsdiensten gegenüber dem Vorjahr abgehalten. Ein durchaus positiver Aspekt, zeigt es doch, dass nach Jahren der Einschränkungen durch die Corona Pandemie, nun wieder mehr Alltag möglich ist.

Auch personell geht es wieder nach oben. Die Einsatzabteilungen konnten ihren Mitgliederstand, trotz Austritten aus den aktiven Reihen, ein weiteres Jahr leicht erhöhen. Die durch Corona verursachte "Delle" der Mitgliederzahlen in den passiven Abteilungen konnte ausgeglichen werden. Die Jugendfeuerwehr konnte die Zahl an Jugendlichen um rund 50% gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch der Spielmannszug hat, nach einem erfolgreichen Jubiläumsjahr nun zwei "neue alte" Mitglieder hinzugewonnen.

 

Neben Zahlen, Daten und Fakten hatte der Kommandant auch einen ausführlichen Jahresrückblick mitgebracht. Neben besonderen Einsätzen, ging er auf diverse sonstige Veranstaltungen ein, wie die Leistungsbewerbe der Wettkampfgruppe der Einsatzabteilung Burgberg, welche in Köflach (Steiermark) und Kehl am Rhein stattgefunden hatten. Das musikalisch herausragende Talent der Musiker des Spielmannszugs, welche in 2023 am Landesfeuerwehrtag und beim Wertungsspielen wieder tollte Erfolge feiern konnten, wurde ebenso gelobt, wie die Arbeit der Betreuer der Jugendfeuerwehr, welche zusätzlich zum Einsatzdienst die Jugendlichen ans Feuerwehrwesen heranführen.

 

Besonders arbeitsreich machte das vergangene Jahr die Abarbeitung von insgesamt 16 Projekten, welche teils aus der im Februar beschlossenen Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans hervor gingen. Als wichtigstes Projekt hob Vogt besonders die Einführung des Digitalfunks hervor. "Digitalfunk wurde einst als Unwort des Jahrzehnts bezeichnet. Nun wird es für uns das (Feuerwehr-)Wort des Jahres 2023!", sagte Vogt. 

Nahezu im Rekordtempo wurde das Projekt umgesetzt, Zuschussanträge gestellt, Technik bestellt, geliefert und eingebaut. Schulungsunterlagen erstellt und die Feuerwehrleute geschult. "Nun funken wir als erste Feuerwehr im Landkreis und als eine der wenigen im Land, bereits komplett digital", endete Vogt.

Allen Sachgebiets- und Projektleitern dankte Vogt mit einer kleinen Aufmerksamkeit in Form einer Kaffeetasse im Feuerwehr-Giengen-Design.

 

Im Anschluss an den fast 90-minütigen Bericht des Kommandanten folgte der Kassenbericht und Kassenprüfbericht. Vorgetragen von Kassierer Jens Stelzer und Kassenprüfer Daniel Blersch. Wie in den vergangenen Jahren konnte dieser dem Kassierer eine lückenlose Buchführung bestätigen. OB Henle führte anschließend die Entlastung des Kassierers durch. Um die Kreisläufe der sitzenden Kameradinnen und Kameraden in Schwung zu bringen, bestand er auf dem Aufstehen zur Zustimmung, statt des üblichen Handzeichens. Die Entlastung konnte als einstimmig ins Protokoll übernommen werden.

 

In seiner anschließenden Rede dankte Oberbürgermeister Dieter Henle für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr, seit es im aktiven Einsatzdienst, im Übungsdienst, der Ausbildung oder dem Engagement der passiven Abteilungen. Er hob die Unterstützung durch Stadtverwaltung und Gemeinderat hervor, welche sich nicht zuletzt durch die positiven Beschlüsse für Dinge wie den Feuerwehrbedarfsplan, den Neubau des Feuerwehrhauses Hohenmemmingen, den Anbau für DRK und Feuerwehr ans Feuerwehrhaus Burgberg oder die Ausschreibung und Beschaffung der beiden HLF10 und des ELW1 ausdrücke. Seinem persönlichen und dem Dank der Stadt Giengen verlieh Henle in seinem Grußwort deutlichen Ausdruck.

 

Auch die beiden Gäste, der Kreisbrandmeister Michael Zimmermann und der Verbandsvorsitzende des KFV Heidenheim, Hans-Frieder Eberhardt, kamen zu Wort. Zimmermann lobte die engagierte Arbeit der Giengener Feuerwehrleute über die Stadtgrenzen hinaus. Nicht zuletzt die Geschwindigkeit zur Umsetzung diverser Projekte und Hausaufgaben seitens der Stadt beeindruckten den Kreisbrandmeister. Was in Berlin einmal als "Deutschland-Tempo" bezeichnet wurde, werde in Giengen gelebt. Und die Bundesregierung könne sich am "Giengen-Tempo" einiges abschauen, lobte der KBM.

Hans-Frieder Eberhardt kam in seinen Grußworten auf die Arbeit im Kreisverband zu sprechen, welche er als neuer Vorsitzender "zurück an die Basis" bringen wolle. Den Verband sehe er als "Gewerkschaft der Feuerwehrleute" und dieser müsse jeden erreichen. So sind im laufenden Jahr bereits eine Vielzahl an Veranstaltungen geplant, bei denen er um rege Teilnahme warb.

 

Traditionell stehen bei der Hauptversammlung die Ehrungen und Beförderungen an. Zunächst konnte Jürgen Vogt 17 Neueintritte in den Reihen der Feuerwehren willkommen heißen. Im Anschluss wurden per Handschlag die elf Kameradinnen und Kameraden nach abgeschlossener Probezeit in endgültig in die Feuerwehr aufgenommen.

 

Zur Feuerwehrfrau wurde Mona Frey (EA2) befördert. Zum Feuerwehrmann Noah Mutschler (EA1). Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Valentin Seller (EA5). Berfördert zum Hauptfeuerwehrmann wurden Ferdinand Herrmann (EA1), Martin Rohrer (EA2) und Moritz Eberhardt (EA4).

Löschmeister wurden Manuel Nörlinger (EA1), Holger Grandel und Bastian Zink (beide EA2). Die Rangabzeichen des Oberlöschmeisters tragen Christopher Burmester (EA1), Michael Wiedenmann (EA2) und Rudi Frühsammer (EA3). Zum Hauptlöschmeister wurde Tobias Heißwolf (EA1) ernannt.

Den Rang des Brandmeisters trägt Tobias Becker (SPZ), Oberbrandmeister wurden Daniel Blersch und Axel Heißwolf (EA1), sowie Daniel Ratter (SPZ).

Weitere zur Hauptversammlung wirksam werdende Beförderungen werden in den Einsatzabteilungen nachgeholt, wenn die betreffenden Kameraden nicht persönlich anwesend waren.

 

Ehrungen für insgesamt 325 Dienstjahre in der Feuerwehr wurden vergeben an Sabrina Kling und Martin Steier (10 Jahre), Bastian Zink und Steffen Basler (15 Jahre), Holger Grandel, Martin Roth und Jörg Fetzer (25 Jahre), Anja Schulz, Ralf Fink, Rudi Frühsammer, Stefan Schild und Wolfgang Weinberger (40 Jahre).

 

Verbandsvorsitzender Hans-Frieder Eberhardt konnte Alojz Schwarz (EA4) mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbands Heidenheim e.V. für herausragende Leistungen im Feuerwehrwesen auszeichnen. Alois Schwarz unterstützt die Einsatzabteilung Hürben bereits seit vielen Jahren als Hausmeister, Gerätewart, Ausschussmitglied und ist einer "der niemals NEIN! sagt und immer zur Stelle ist".

 

Das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbands in silber erhielt der Amtsleiter des Ordnungsamts, Uwe Wannenwetsch. Er unterstützt seit knapp 20 Jahren in seiner Funktion als zuständiger Amtsleiter die Feuerwehrführung in allen Verwaltungsangelegenheiten. "Man kann sich keinen besseren Amtsleiter wünschen", sagte Eberhardt aus eigener Erfahrung. 

 

Zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Giengen, wurde nach über 47 Dienstjahren und bereits seit einem Jahr in Feuerwehr-Rente Horst Sauter (EA5). Er hatte sich fast ein halbes Jahrhundert in der Einsatzabteilung engagiert, war immer zur Stelle gewesen und war bis zuletzt verlässlicher Maschinist bei Übungen und Einsätzen auf dem Sachsenhauser Löschfahrzeug.

 

Die höchste Ehre im Feuerwehrwesen wurde Frank Ratter (SPZ) zu teil. Er hatte zum Ende des abgelaufenen Jahres nach 30 Jahren an der Spitze die Leitung des Spielmannszugs an seinen Sohn Daniel abgegeben. Als dienstältestes Mitglied im Ausschuss des Kreisfeuerwehrverbands bezeichnete ihn Hans-Frieder Eberhardt. Denn auch die Funktion des Kreisstabsführers hatte Frank Ratter über 30 Jahre inne. Frank Ratter erhielt schon vor der Ehrung "Standing Ovations" von der Versammlung und konnte mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, einem Geschenkkorb und einer Bildercollage der letzten Jahrzehnte stolz nach Hause fahren. Sein Frau Doris, ebenfalls Mitglied des Spielmannszugs, erhielt einen Blumenstrauß.

Ebenso die scheidende stv. Leiterin des Spielmannszugs, Anja Schulz, welche Frank über Jahre im Amt begleitet hatte.

 

Über einen Geschenkkorb zum Abschied aus dem aktiven Dienst freuten Harald Renner (EA4) und Günter Häußler (EA2). Beide treten nach 30 bzw. 34 Dienstjahren aus dem aktiven Dienst in die Altersabteilung über.

Fotoserien

240202_Hauptversammlung (FR, 02. Februar 2024)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mo, 05. Februar 2024

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