Über eine halbe Million für ein neues Tanklöschfahrzeug
Am Donnerstag, 16. Oktober 2025 konnte der Gemeinderat in seiner Sitzung die Vergabe des Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000) beschließen.
Nach der Veröffentlichung der europaweiten Ausschreibung im August 2025 gingen bis zum Abgabetermin über die drei Lose Fahrgestell (Los 1), Aufbau (Los 2) und Beladung (Los 3) insgesamt fünf Angebote bei der Stadtverwaltung Giengen ein.
Nach Prüfung der Angebote durch die Feuerwehrführung und den Fachbereich Technik, konnte die Auftragserteilung im Gemeinderat stattfinden. Nach Ablauf der Widerspruchsfrist ist die Vergabe nun in trockenen Tüchern.
Den Zuschlag erhielt für die Lieferung des Fahrgestells gemäß Los 1, die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH aus Neu-Ulm in Höhe von ca. 190.000 €.
Die Albert Ziegler GmbH erhält den Zuschlag für das Los 2 „Aufbau“ und Los 3 „Beladung“ in Höhe von ca. 390.000 €.
Die Brutto-Gesamtinvestition beläuft sich somit auf rund 580.000 €.
Die Auftragssumme muss die Stadt Giengen jedoch nicht allein aufbringen. Bereits im Frühjahr 2024 wurde ein Förderantrag nach Z-Feu beim Land Baden-Württemberg gestellt, welcher im August 2024 positiv beschieden wurde.
Nach Zuteilung der Landesförderung in Höhe von 99.000 € bleibt der Stadt jedoch immer noch eine stolze Finanzierungssumme. Vor allem die gestiegenen Kosten für Komponenten und Lieferengpässe an den Märkten, trieben die Summe zuletzt enorm in die Höhe.
Das neue Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) wird vorrangig zur Brandbekämpfung eingesetzt und verfügt neben einer großen Löschwassermenge von 5.500 Liter und 500 Liter Schaummittel, auch über eine umfangreiche Zusatzausrüstung zur Brandbekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Vor allem in Bereichen ohne vorhandene Löschwasserversorgung, wie beispielsweise Aussiedlerhöfen, Waldgebieten und der Autobahn A7 stellt das Fahrzeug einen besonderen einsatztaktischen Mehrwert zur Ergänzung anderer Löschfahrzeuge dar und kann die Zeit bis zum Aufbau einer Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz überbrücken.
In den kommenden Monaten sind die Terminabstimmungen zu ersten Gesprächen mit den beiden Lieferanten geplant. Nach heutigem Stand muss mit einer Lieferzeit von etwa zwei Jahren gerechnet werden.
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