Gefahrgutübung mit der Werkfeuerwehr der BSH Giengen

Die BSH Hausgeräte GmbH ist der größte Arbeitgeber Giengens und hat seit über 70 Jahren eine eigene Werkfeuerwehr. Im Giengener Werk der BSH, welches zu den traditionsreichsten Werken der BSH gehört, werden seit den 1940er-Jahren jährlich 1,30 Millionen Kühlgeräte produziert und ca. 2.500 Mitarbeitende beschäftigt.

 

Dementsprechend übersteigt das Gefahrenpotenzial den normalen Brandschutz bei Weitem. So gehören beispielsweise gelagerte Gefahrstoffe für die Produktion und Labore mit Chemiekalieneinsatz zum Einsatzspektrum des Standorts. Am Samstag, den 17.10.2026 fand daher eine groß angelegte Gefahrgutübung mit dem Gefahrgutzug, der Feuerwehr Giengen und der Werkfeuerwehr statt. Angenommen wurde ein Laborunfall, bei dem zwei Chemikalien durch Mischen exotherm reagierten.

 

Übungsannahme: Ein Mitarbeiter in einem Entwicklungslabor im dritten Obergeschoss hantierte mit hochprozentiger Salzsäure und Natronlauge. Dabei zerbrachen beide Behälter und die Chemiekalien vermischten sich. Es kam zur exothermen Reaktion. Das bedeutet, dass viel Wärme freigesetzt wird.

 

Durch die Reaktion wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst und die Werkfeuerwehr alarmiert. Als den Einsatzkräften bereits bei der Erkundung die ersten Mitarbeiter mit Atemwegsreizungen und Verätzungen entgegen kamen wurde das Alarmstichwort "GG6 - auslaufender Gefahrstoff", ausgelöst und der Gefahrgutzug des Landkreises Heidenheim und die Feuerwehr Giengen nachalarmiert.

 

Die Feuerwehr Giengen unterstützte den Gefahrgutzug bei der Bereitstellung von Chemiekalienbinder aus dem Rüstwagen-Umwelt, sowie mit einem Atemschutztrupp des HLF10 beim Absuchen des Gebäudes nach weiteren Verletzten.

Die Besatzung des ELW1 unterstützte die örtliche Einsatzleitung mit Lagedokumentation und -darstellung.

 

Die Werkfeuerwehr und Trupps vom Gefahrgutzug kümmerten sich um die Menschenrettung und die nähere Stoffbestimmung, sowie die Aufnahme der ausgelaufenen Chemiekalien. Zeitgleich wurden zwei paralelle Dekon-Plätze aufgebaut.

 

Die Werkfeuerwehr BSH bildete die Komponente der Dekon-V, für verletzte Patienten und Betroffene.

Die Feuerwehr Hermaringen, welche die Dekon-Einheit des Gefahrgutzugs bildet, baute die Komponente der Dekon-P, für Einsatzkräfte auf. 

So konnte sichergestellt werden, dass kein Gefahrstoff in die Umwelt gelangt und diese belastet.

 

Die Übungsbeobachter, Vertreter der Feuerwehrführung aus Stadt und Landkreis, sowie des BSH-Werks Giengen, konstatierten den Feuerwehren eine reibungslose Zusammenarbeit und eine saubere Übungsabarbeitung.

 

Fotos: Simon Gaschler, BSH Hausgeräte GmbH

Fotoserien

Gefahrgutübung BSH Giengen (17.​10.​2026)


Mehr über: Einsatzabteilung Giengen

 

[Alle Fotos zur Rubrik Schnappschüsse anzeigen]





Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mo, 26. Oktober 2026

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen